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Arteriosklerose: Lebende Bakterien in Plaques

In der Pharmazeutischen Zeitung online stand:

Lebende Bakterien konnten US-amerikanische Forscher aus arteriosklerotischen Plaques in Gefäßen isolieren. Bakterielle Infektionen könnten daher eine größere Rolle bei der Entstehung von Gefäßverkalkung spielen, als bisher angenommen, berichten Forscher um Emil Kozarov von der Columbia-Universität im «Journal of Atherosclerosis and Thrombosis».

Das Team hatte Plaques von einem 78-jährigen Mann entnommen, der einen Herzinfarkt erlitten hatte. Aus dem erkrankten Gefäßgewebe konnten die Forscher das Bakterium Enterobacter hormaechei isolieren. Es war gegen verschiedene Antibiotika, darunter Ampicillin, Cefazolin und Erythromycin, resistent. Während der Erreger im arteriosklerotisch veränderten Gewebe in großer Zahl auftrat, war er in gesunden Gefäßen nicht zu finden. Die Daten lassen vermuten, dass eine chronische Infektion der Arteriosklerose zugrunde liegen könnte, schreiben die Forscher. Die Rolle von Bakterien bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen solle in weiteren Studien genauer untersucht werden. (ch)

13.01.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Jaszowska

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&type=0&no_cache=1&Nachricht_ID=36485&Nachricht_Title=Nachrichten_Arteriosklerose%3A+Lebende+Bakterien+in+Plaques

Das klingt schlüssig und würde auch erklären, warum Vitamin D3 und Omega3-Fischölkapseln eine schützende Wirkung bezüglich Herzerkrankungen haben: sie stärken das Immunsystem, das dadurch in der Lage ist, diese Bakterien unschädlich zu machen.

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Schmeiß‘ deine Mutivitiamine und Antioxidantien-Pillen weg!

…meint Chris Kresser in seinem Blog.

http://thehealthyskeptic.org/throw-away-your-multivitamins-and-antioxidants

Er zitiert unter anderem eine Studie, die nachweist, dass viele Nährstoffe im Kontext eines ganzen Nahrungsmittels viel besser aufgenommen werden, als wenn sie isoliert mit einem Ergänzungspräparat zugeführt werden. Teilweise birgt die Substitution z.B. mit B-Vitaminen sogar gesundheitliche Risiken.

Folgende Ergänzungen empfiehlt er jedoch als sinnvoll – in bestimmten Situationen:

Vitamin D – für Menschen in den nördlichen Breiten – besonders in den Wintermonaten.

Fischöl – bei entzündlichen Prozessen und für Herz-Kreislauf-Patienten, z.B. als Lebertran oder Lachsöl vom Wildlachs.

Magnesium – weil sehr viele Menschen mehr oder weniger unterversorgt sind. Es ist ein Schlüsselstoff für sehr viele und lebenswichtige Prozesse im Körper.

Vitamin K2 – es ist wichtig, weil es dafür sorgt, dass Kalzium an den richtigen Stellen im Körper eingesetzt wird: in den Knochen und Zähnen und nicht in den Arterien und dem Bindegewebe. (Synonym: Menatetrenone (MK-4))

 

Auf die Frage, ob es nicht besser wäre, für alle Fälle doch besser ein Multivitamin-Präparat zu nehmen wird deutlich gesagt:

Es ist immer besser, sich mit nährstoffdichten und abwechslungsreichen Lebensmitteln zu ernähren, die alle wichtigen Nährstoffbedürfnisse befriedigt und nur dann zu ergänzen, wenn ein konkreter Mangel vorliegt.

Ist Zahnkaries heilbar?

Heutiges Fundstück:

http://wholehealthsource.blogspot.com/2010/12/dr-mellanbys-tooth-decay-reversal-diet.html

In diesem Blog-Post präsentiert Stephan Guyenet die Arbeit von Dres. Edward und May Mellanby aus dem Jahre 1924. Dieses Forscherehepaar hat damals an Kindern untersucht, wie sich eine Veränderung der Ernährung und die Gabe von fettlöslichen Vitaminen, hauptsächlich Vitamin D, auf die Zahngesundheit von Kindern auswirken.

Die erste Gruppe wurde weiter nach dem damals üblichen Speiseplan ernährt, dabei war auch Hafermehl/Haferflocken eingeschlossen.

Die zweite Gruppe unterschied sich von der ersten Gruppe nur durch den Wegfall von Hafermehl/Haferflocken und der zusätzlichen Gabe von Vitamin D in Lebertran oder Vitamin D2 (Irradiated Ergosterol, Calciferol).

Bei der letzten Gruppe von Kindern wurde aus dem Ernährungsplan hauptsächlich Getreide in jeder Form gestrichen und durch Kartoffeln ersetzt. Zuckerhaltige Nahrungsmittel wurden in dem Maße wie damals üblich belassen. Wieder wurde zusätzlichen Vitamin D in Lebertran oder Vitamin D2 (Irradiated Ergosterol, Calciferol) gegeben.

Und so sah die Entwicklung von Kariesbefall an den Zähnen der Kinder aus:

Die Untersuchung erstreckte sich jeweils über einen Zeitraum von 26 bzw. 28 Wochen.

Ist das nicht erstaunlich?

Hier ist noch ein Bild der geschädigten und geheilten Zähne im Vergleich:

Die Autoren der Studie fassen die Ergebnisse wie folgt zusammen:

Die Tests bedeuten nicht, daß Kinder, um Karies zu verhindern, strikt Getreide-frei ernährt werden müssen, aber in Verbindung mit den Ergebnissen der weiteren Untersuchungen an Tieren und Kindern, zeigte sich, dass die Menge an Getreide, die gegessen wird, reduziert werden sollte. Besonders wichtig ist dies vor allem während der Kindheit und in den früheren Jahren des Lebens und sollte von einem erhöhten Verzehr von Milch, Eier, Butter, Kartoffeln und anderem Gemüse ersetzt werden. Es zeigte sich auch, dass eine optimale Versorgung mit Vitamin D und Kalzium von Geburt an erreicht werden sollte, sowie vor der Geburt durch die optimale Versorgung der schwangeren Mutter. Die Zähne der Kinder sind dann gut geformt und widerstandsfähiger gegen Karies statt hypoplastisch und schlecht verkalkt, wie es in dieser Untersuchung beobachtet wurde.