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Der Anfang vom Ende der Statine: eine Cash-Cow wird geschlachtet.

In Internet-Meldungen wurde in den letzten Tagen über ein aktuelles Review der Cochrain Collaboration für evidenzbasierte Medizin über den Nutzen der Medikamentengruppe der Statine berichtet.

Auch Tom Naughton berichtet in seinem Blog darüber.

Er fasst zusammen, dass bei der Vorstellung der Studienergebnisse eindeutig die Rosinen aus den Ergebnissen rausgepickt und zu Melonen aufgeblasen wurden, wohingegen Risiken elegant unter den Teppich gekehrt wurden. War auch nicht anders zu erwarten, da die Forscher ihre Geldgeber ja nicht enttäuschen wollten. Sonst würden die ja auf ein mal Ex-Geldgeber…

Diese Auftragsforscher waren es auch, die sehr schlau einen unterdurchschnittlichen Cholesterin-Wert (200 statt 220) zur Norm erklärten und alles darüber zur Gefahrenzone für Herzerkrankungen deklarierten. Und schwups war ein Großteil der gesunden Bevölkerung zur Risikogruppe mutiert.

Dabei kehrt sich der geringfügige Nutzen, den Menschen mit Vorerkrankungen aus der Behandlung mit Statinen ziehen können, sehr schnell in eine große Gesundheitsgefährdung um. Kann mit einer Behandlung mit Statinen von 100 Herzpatienten im Verlauf von 10 Jahren bei knapp 1 Patienten ein weiterer Herzanfall verhindert werden. Ohne Statine erleiden 3 statt 2 in diesem Zeitraum einen Herzanfall. Das hört sich auf ein Mal nicht mehr nach den kreativen 37% Reduktion aus den bunten Werbesendungen an, oder?

Auf die gesamte aktuelle Zielgruppe bezogen, kann die Behandlung mit Statinen 1 von 1000 Toden verhindern.

Und bei Männern ohne Vorerkrankung lässt sich praktisch kein Nutzen nachweisen, bei Frauen schon gar nicht. Die bunte Palette an Nebenwirkungen (Muskeldegeneration, Gedächtnisverlust, Nierenversagen, Erektionsprobleme und Leberschäden) behandelt die Pharmaindustrie aber gerne mit weiteren Medikamenten…