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Chemie im Essen kann Ihre Gesundheit gefährden


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DR. WATSON News:
Neue Studie zu industriellen Fetten und Geschmacksverstärker Glutamat
Fast Food macht dick und doof
Veröffentlicht am Freitag, 12. November 2010
Der Geschmacksverstärker Glutamat führt, zusammen mit industriellen Designerfetten aus Fast Food und Fertiggerichten, zu Übergewicht und nachlassendem Erinnerungsvermögen. Dies ergab eine neue wissenschaftliche Studie. Für Frauen fatal: Besonders vergesslich waren weibliche Mäuse, die viel vom Fast-Food-Futter gefressen hatten. Forscher sehen darin ein weiteres Indiz für die Bedeutung der Nahrung bei der Entstehung von Demenz.
Gemeinsam sind sie unausstehlich: Der Geschmacksverstärker Glutamat und sogenannte Trans-Fette aus Fast Food und Fertiggerichten. In einer neuen wissenschaftlichen Studie wurden die Versuchsmäuse durch die Kombination der industriellen Zutaten beklagenswert fett und überdies vergesslich. Ursache war das Futter, das der üblichen industriellen Nahrung in Supermärkten und Schnellrestaurants nachempfunden war, mit schädlichen sogenannten Trans-Fetten und dem Geschmacksverstärker Glutamat. 

Zellbiologen und Diabetesforscher vom König Faisal Spezial Krankenhaus und Forschungs Center in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad untersuchte in dieser Studie den Effekt von Fett und Glutamat auf Erinnerungsvermögen und Körpergewicht.

Ihre jetzt Studie beweist jetzt die Gefahr für Geist und Figur, die von der in Industrienahrungsmitteln weit verbreiteten Kombination aus dem Geschmacksverstärker E621 und künstlichen Trans-Fettsäuren ausgeht: gemeinsam machen sie nicht nur dick, sondern auch dümmer, verstärken sich wechselseitig in ihrer negativen Wirkung auf die geistigen Fähigkeiten. Glutamat findet Anwendung in unzähligen industriellen Lebensmitteln wie Tütensuppen, Nudelsaucen, Salatdressings, Chips, in Wurst und anderen Fleischprodukten. Künstliche Transfette wurden von der Industrie eigens konstruiert, sie erleichtern die Produktion von Keksen, Kartoffelchips, Margarinen, Tütensuppen und Fertigsoßen, sind aber auch beliebt zum Braten von Burgern oder zum Frittieren von Pommes und anderem Fast Food.

Das Team um Forschungsleiterin Kate S. Collison, gab verschiedenen Gruppen von Mäusen unterschiedliches Futter: Es war entweder mit Glutamat angereichert oder mit Trans-Fett oder mit einer Kombination aus beidem. Eine Kontroll-Gruppe bekam auch die normale Mäuse-Kost ohne Industrie-Zusätze.

Gemessen wurde das Fett im Bauchbereich, welches als besonders risikoreich für Herzerkrankungen gilt, die Blutwerte und die geistigen Fähigkeiten – natürlich auf Mäuse-Niveau: im Alter von 6, 16 und 32 Wochen mussten die Tiere einen Standardtest zum Erinnerungsvermögen absolvieren und eine ihnen vorab gezeigte Plattform wiederfinden.

Das Ergebnis: die mit Chemie belasteten Tiere wurden gefährlich fettsüchtig, hatten erhöhte Cholesterinwerte und zeigten die schlechtesten Leistungen im räumlichen Denken.

Forscherin Collison hatte sich schon in früheren Studien mit den beiden Hauptverdächtigen im Fast Food beschäftigt. Unter anderem hat sie belegen können, dass Transfette Leberschäden verursachten und Glutamat diesen Effekt verstärkt. Auch in diesen Studien erhöhte sich der Cholesterinspiegel im Blut derjenigen Mäuse am stärksten, die schlechte Fette und Glutamat fraßen.

Außerdem hatten diese Tiere im Vergleich zur Kontrollgruppe mehr Leptin im Blut, ein typisches Symptom bei Übergewichtigen. Leptin ist ein Botenstoff, der das Gehirn über die Nahrungsversorgung informiert: Wenn genug da ist, wird der Hunger gestoppt. Bei Übergewichtigen allerdings gerät das System aus dem Fugen, das Gehirn reagiert nicht mehr auf das Stopp-Signal des Leptins. Die Folge ist die sogenannte Leptin-Resistenz: Es wird weiter gegegssen ohne Halten.

Der Geschmacksverstärker Glutamat steht schon lange im Verdacht, den Sättigungsmechanismen im Körper durcheinander zu bringen (mehr dazu siehe Hans-Ulrich Grimm: Die Kalorienlüge. Über die unheimlichen Dickmacher aus dem Supermarkt), Glutamat wirkt im Gehirn, es ist der wichtigste Botenstoff im sogenannten Hypothalamus, einer Region, in der unter anderem die Nahrungsaufnahme gesteuert wird.

Auch bei Transfetten war schon nachgewiesen worden, dass sie das Denkvermögen verringern. Außerdem haben sie in Versuchen zu mehr Übergewicht geführt als andere Fette – bei gleicher Kalorienzahl. Sie verschlechtern die Cholesterinwerte im Blut, das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen sowie für verschiedene Krebsarten wie etwa Brust-, Prostata und Darmkrebs. In New Yorker Fastfood und britischen Supermärkten ist es verboten. In Dänemark gibt es einen Grenzwert für Trans-Fette in allen Lebensmitteln.

Die industriellen Trans-Fette können sich auf dem Etikett der Supermarktprodukte hinter dem Ausdruck „gehärtete Fette“ verbergen. Sie kommen in der Natur nicht vor, wurden eigens konstruiert, um die Produktion in den Food-Fabriken zu erleichtern und die Haltbarkeit zu erhöhen.

Nicht zu verwechseln sind die industriellen mit den natürlichen Trans-Fetten etwa in Butter und Sahne. Diese unterscheiden sich bio-chemisch betrachtet erheblich von den Designerfetten.

So zeigten etwa diverse Studien, dass es keinen Zusammenhang zwischen tierischen Trans-Fetten und Herzerkrankungen gibt. Andere Studien fanden sogar positve Effekte, wie etwa eine 2009 veröffentlichte Übersichtssichtarbeit von der Technischen Universität München, Weihenstephan. Die Ernährungswissenschaftler Dr. Robert Ringseis und Professor Klaus Eder werteten die aktuellen Studienlage aus und fanden heraus, dass die dass eine bestimmte Trans-Fette aus der Kuhmilch, die sogenannte konjugierte Linolensäure (CLA) das Herz sogar schützen kann. Diese Fette halten die Wände der Blutgefäße gesund, schützen vor Ablagerungen, die zu Arterioskerose führen können und verhindern, dass Cholesterin sich ablagert und diese Verstopfungen in der Ader noch vergrößert. Sie gelten auch als natürliche Schlankmacher, weil sie an Rezeptoren andocken können, die Fettzellen auslöschen.

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