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Milchprodukte und ihr Einfluss auf die Insulinausschüttung

Mark Sissons schreibt in seinem heutigen Post in Marks Daily Apple über:

Dairy and Its Effect on Insulin Secretion (and What It Means for Your Waistline)

http://www.marksdailyapple.com/dairy-insulin/

Er führt in seinem Post u.a. verschiedene Studien auf, in denen gezeigt wird, dass sowohl Vollmilch und Magermilch als auch Whey/Milcheiweißpulver eine mindestens so starke Insulinausschüttung verursachen wie Weißbrot. Das ist nicht durch den Milchzuckergehalt zu erklären, der isoliert keine besonders hohe Insulinausschüttung verursacht.

Das ist im Grunde verständlich, weil Milch von der Natur dafür vorgesehen ist, in Weidetieren das Wachstum der Jungtiere anzuregen. Das Insulin hilft dabei mit, aus jedem Tropfen das Maximum an Energie und Bausteinen für den Aufbau von Knochen, Muskeln und Fettgewebe herauszuholen.

Diese Wirkung ist jedoch katastrophal für den modernen Durchschnittschlaffi mit metabolischem Syndrom… Was da wächst, ist vorrangig der Umfang der Gürtellinie.

Andererseits nutzen Sportler diese Wirkung für den Muskelaufbau, in dem sie Whey-Eiweißshakes zu sich nehmen. Der Sportler wirkt der möglichen Insulinresistenz jedoch durch seine erhöhte Aktivität entgegen.

Nur geringen Einfluss auf die Insulinausschüttung haben jedoch Butter, Sahne und fetter Käse, besonders wenn sie aus Milch von Weiderindern stammen. Für Menschen, die keine Allergieprobleme haben, sind dies wertvolle Lebensmittel, genau wie vollfette milchsaure Produkte. So kann unter Abwägung der persönlichen Voraussetzungen der hohe Gehalt an gesunden Fettsäuren und Vitaminen sich durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken – mal ganz abgesehen vom Genuss…

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HO-Sonnenblumenöl, High Oleic Sunflower Oil

Wenn ich wirklich mal ein neutrales oder hoch erhitzbares Öl brauche, verwende ich lieber HO-Sonnenblumenöl, High Oleic Sunflower Oil – eine spezielle Sonnenblumenzüchtung mit 80% Ölsäureanteil. Ist aber nur selten in Gebrauch – für das Fondue z.B…

http://www.inaro.de/download/BWA20002SBer.pdf (Seite 213)

Ansonsten verwende ich überwiegend tierische Fette, besonders gerne Bergbauernbutter, mein selbst gemachtes Butterschmalz, Schmalz oder Rindertalg.

Warum beim Abnehmen das Fett oft in seltsamen Etappen schwindet

Heute bei den Paleo Hack entdeckt:

Okay, here’s what Lyle McDonald has to say about it from Of Whooshes and Squishy Fat:

Many people have noted that fat loss is often discontinuous, that is it often happens in stops and starts. So you’ll be dieting and dieting and doing everything correctly with nothing to show for it. Then, boom, almost overnight, you drop 4 pounds and look leaner.

What’s going on? Back during my college days, one of my professors threw out the idea that after fat cells had been emptied of stored triglyceride, they would temporarily refill with water (glycerol attracts water, which might be part of the mechanism). So there would be no immediate change in size, body weight or appearance. Then, after some time frame, the water would get dropped, the fat cells would shrink. A weird way of looking at it might be that the fat loss suddenly becomes ‘apparent’. That is, the fat was emptied and burned off days or weeks ago but until the water is dropped, nothing appears to have happened.

For nearly 20 years I looked for research to support this, I was never sure if it was based on something from the 50’s or he just pulled it out of thin air as an explanation. Recently, one paper did suggest that visceral fat can fill up with water after massive weight loss but that’s about it.

Somewhat circumstantially, people using Bioimpedance body fat scales (which use hydration to estimate body fat levels) have noted that body fat appears to go up right before a big drop. This implicates water balance as the issue here.

As well, women, who have more problems with water retention, seem to have bigger issues with stalls and whooshes than men. Further, some individuals who have done dry carb-loads (high carbohydrate refeeds without drinking a lot of water) have seen them occur; presumably the body pulls water into the muscles and out of other tissues (fat cells). In lean individuals, appearance is often drastically improved with this approach, it doesn’t do much for those carrying a lot of fat.

I’d also note that this isn’t universal, lean dieters often see visual improvements on a day to day basis; a lot seems to depend on whether or not they tend to retain water in general. Folks who do have problems with water retention tend to have stalls and whooshes, those who don’t show nice consistent visual changes.

On a related topic, I wanted to discuss something else that often happens when people are getting very lean and dealing with stubborn body fat: the fat gets squishy, feeling almost like there are small marbles under the skin. Yes, very scientific, I know. That’s the best I can do.

As folks get very lean, down to the last pounds of fat, the skin and fat cells that are left will often change appearance and texture. It will look dimply (as the fat cells which are supporting the skin shrink and the skin isn’t supported) and feel squishy to the touch. This is bad in that it looks really weird, but it’s good because it means that the fat is going away. I have nothing truly profound to say about this topic, just realizes that it happens and usually indicates good things are happening.

http://paleohacks.com/questions/12479/is-it-natural-that-the-density-of-body-fat-fluctuates-wildly-while-on-paleo

Das ist genau das, was ich bei mir zur Zeit immer wieder beobachten kann: da tut sich trotz beinharter Konsequenz beim Essen und Trinken wochenlang genau Null Komma Nix. Und dann geht innerhalb einer Woche die Waage 1, 2 oder 3 Kilos runter.

Auch das mit dem seltsamen Murmelspeck am Bauch konnte ich jetzt erst bei mir beobachten. Bei den letzten 3 kg, die so schnell weg waren, sah die Bauchdecke echt gruselig aus. Jetzt steht die Waage wieder stur still und die Murmeln/Dellen schwinden und die Haut schrumpft netterweise auch mit. Die Wampe hängt also nicht mehr ganz so weit über den Hosenbund.

http://www.bodyrecomposition.com/fat-loss/of-whooshes-and-squishy-fat.html

Kann Nahrungseiweiß in Fett umgewandelt werden?

http://www.paleonu.com/panu-weblog/2009/8/27/can-protein-turn-into-fat.html

Hier berichtet  Dr. Kurt Harris über die  Wege und Umwege, wie der menschliche Körper Eiweiß nutzt und wie überschüssige Mengen an Eiweiß behandelt und „entsorgt“ werden.

Im Idealfall befindet sich der Körper ständig in einem dynamischen Gleichgewicht aus Aufnahme von Nährstoffen, Abbau, Umbau und Aufbau von Körpergewebe.  Dabei kann er innerhalb eines recht großzügigen Rahmens alle Schwankungen in der Nahrungsaufnahme ausgleichen, in dem er z.B. bei geringer Aufnahme von Kohlenhydraten auf den Glykogenspeicher der Leber zugreift. Ist dieser relativ leer, so startet er die Glukoneogenese aus Aminosäuren (mit ca. 60 – 70%iger Effizienz).

Ist die Menge an aufgenommenem Eiweiß auch niedriger als der Bedarf für die Glukoneogenese + den Muskelaufbau, wandern einfach weniger der Zirkulierenden Aminosäuren zurück in die Muskelgewebe. (Das wird dann wohl kurzfristig bei der nächsten Eiweißmahlzeit nachgebessert.)

Alle Gewebe im Körper befinden sich ständig in einem Kreislauf von Ab- und Aufbau, z.B. auch die Fettdepots (und Knochen). Kritisch ist dabei der jeweilige Insulinspiegel. Ist er (zu) hoch, landet mehr Energie in den Fett-Depots, als Depots wieder verlässt. Kohlenhydrate bewirken dabei die höchste Insulinausschüttung, Eiweiß eine geringe und Fett gar keine. Auch bei einer Ernährung mit nahezu Null Kohlenhydraten benötigt der Körper aber einen minimalen Insulinspiegel, um alle seine Aufgaben erledigen zu können.

Wird insgesamt über den Appetit hinaus gegessen, kann jeder Überschuss der drei Makronährstoffe als Energie in den Fettdepots eingelagert werden. Das ist aber nicht zwangsläufig so, weil der Körper auch in der Lage ist, Überschüsse z.B. über eine Erhöhung der Thermogenese als Wärme abzugeben.

In Ketose ist die Wahrscheinlichkeit, über den Appetit hinaus zu essen, aber recht gering.

Wenn der Insulinspiegel durch eine Verringerung der aufgenommenen Kohlenhydratmenge dauerhaft unter das vorherige Niveau sinkt, reduziert sich entsprechend auch die Nahrungsaufnahme und Fett kann aus den Depots heraus, bis ein neues, niedrigeres (Gleich-)Gewicht erreicht ist.

Über die Appetitregulation schreibt er in der Antwort zu einer Kommentar-Frage:

If you have a „broken metabolism“ you may have to get into ketosis before your appetite can be relied on to regulate your caloric intake.
Your body will be able to tell what it needs just like it can tell how much to breathe.
I would estimate 90% spontaneously reduce their intake with no discomfort or counting at around 15-10% carbs.

(Wenn man einen gestörten Stoffwechsel hat, muss man wohl in Ketose sein, um sich auf seinen Appetit verlassen zu können, dass es die Kalorienmenge korrekt reguliert.
Der Körper wird in der Lage sein mitzuteilen, was er braucht, genau wie er mitteilen kann, wie oft geatmet werden muss.
Ich schätze, dass 90% spontan ihre Aufnahme reduzieren – ohne Unbehagen oder Zählen – bei einem Kohlenhydratniveau um die  um 15 – 10 %.)

 

Insgesamt kann die Frage im Titel also mit JA, ABER beantwortet werden. ABER, weil eine Umwandlung und Einlagerung nur dann tatsächlich stattfindet, wenn über längere Zeit deutlich über den Appetit Eiweiß gegessen wird und der Insulinspiegel gleichzeitig hoch ist.