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Gesundheit beginnt in der Gebärmutter oder sogar noch früher…

Dieser interessante Artikel flatterte heute in meinen Google Reader:

http://thehealthyskeptic.org/health-begins-in-the-womb-and-even-before

Hierin beschreibt Chris Kresser unter welchen Start-Bedingungen sich ein Mensch zu  bester Gesundheit entwickelt – oder zumindest die Chance dazu hat.

Zuvor hat er schon eine neunteilige Artikelreihe über den Einfluss unseres Lebensstils auf unsere Gesundheit veröffentlich:  9 Steps to Perfect Health

Aber auch das, was vor unserer Geburt geschah und die Einflüsse, denen unsre Mütter ausgesetzt waren und ihr Lebensstil bis zur Schwangerschaft beeinflusst unsere Gesundheit nicht nur in der Kindheit und Jugend, sondern unser ganzes Leben lang.

Die 9 Monate im Bauch unserer Mutter stellen die Weichen für die Entwicklung des Gehirns und unserer Organe wie z.B. des Herzens, der Leber oder des Pankreas. Darüber hinaus beeinflusst die pränatale Entwicklung auch die Anfälligkeit für Krankheiten, unseren Appetit und den Stoffwechsel, unsere Intelligenz und unser Temperament.

Unter anderem ist das Geburtsgewicht ein Indikator für die Anfälligkeit für den Herztod vor dem 65sten Lebensjahr.

In kg umgerechnet: ~ 2,5 kg/~3,0 kg/ ~3,4 kg/ ~3,9 kg/ 4,3 kg/ über 4,3 kg

(Da habe ich bei meiner Tochter ja einen Volltreffer gelandet ;-))

Die Theorie wurde zuerst vom britischen Forscher David J. Barker in den 1980er Jahren entwickelt und in den letzten 25 Jahren durch weitere Untersuchungen untermauert. Außerdem können dort auch folgende Krankheiten eingereiht werden: Krebs, Herzerkrankungen, Allergien, Asthma, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Übergewicht, psychische Erkrankungen und degenerative Erkrankungen wie Arthritis,Osteoporose, Demenz und Alzheimer.

Weitere Quellen werden im Artikel genannt.

Aber warum ist die Ernährung unserer Mütter so entscheidend?

Im Mutterleib wird eine Anpassung an die Umwelt vorgenommen, in die wir hineingeboren werden. Ohne diese frühe Anpassung würden wir sterben. Ist dieses Zeitfenster unserer Entwicklung wieder zu, ist unsere Anpassung abgeschlossen, wir sind fertig „programmiert“. Im evolutionären Sinne ist das absolut sinnvoll und ermöglicht die Erschaffung unterschiedlicher Phenotypen, die nach der Geburt besser an die Umwelt angepasst sind.

Lebte die Mutter in einer Zeit der Nahrungsknappheit, wird ihr Baby auf eine möglichst effektive Speicherung von Nahrungsenergie hin programmiert. Das ist ein Schutzmechanismus, der das Überleben in Hungerzeiten sichern soll. Dieses Sparprogramm wird uns sogar unabhängig vom Geburtsgewicht eingegeben .

Mittlerweile hat sich sogar herausgestellt, dass die Ernährung der Mutter sogar Monate oder Jahre vor der Empfängnis Einfluss auf die Entwicklung ihres Babys hat. Das ist auch der Grund, warum bestimme Nahrungsmittel in Jäger- und Sammlerkulturen spezielle für zukünftige Mütter und Väter reserviert waren, um so der nächsten Generation den bestmöglichsten Start ins Leben zu ermöglichen. Die Gemeinschaft investierte so in ihre Kontinuität. Das waren Lebensmittel mit hoher Energie- und Nährstoffdichte: Fischeier, Leber, Knochenmark, Eigelb und andere tierische Fette.

Leider ist dieses Wissen verloren gegangen. Angehende Mütter sind unwissend, woraus denn eine gesunde Ernährung bestehen sollte, da die zur Verfügung stehenden Information widersprüchlich und verwirrend sind. Meist wird die Bedeutung der Ernährung für die Schwangerschaft in den gängigen Medien keiner Erwähnung gewürdigt.

Das ist auch ein Grund, warum Chris Kresser diesen Kurs anbietet:  Grow a Healthy Baby

Hafer und die Batteriesäure: Einfluss auf den pH-Wert im Körper

Heute in meinen Reader geflattert:

http://www.heartscanblog.org/2011/03/battery-acid-and-oatmeal.html

Battery acid and oatmeal

Ever notice the warnings on your car’s battery? „Danger: Sulfuric acid. Protective eyewear advised. Serious injury possible.“

Sulfuric acid is among the most powerful and potentially harmful acids known. Get even a dilute quantity in your eyes and you will suffer serious burns and possibly loss of eyesight. Ingest it and you can sustain fatal injury to the mouth and esophagus. Sulfuric acid’s potent tendency to react with other compounds is one of the reasons that it is used in industrial processes like petroleum refining. Sulfuric acid is also a component of the harsh atmosphere of Venus.

Know what food is the most potent source of sulfuric acid in the body? Oats.

Yes: Oatmeal, oat bran, and foods made from oats (you know what breakfast cereal I’m talking about) are the most potent sources of sulfuric acid in the human diet.

Why is this important? In the transition made by humans from net-alkaline hunter-gatherer diet to net-acid modern overloaded-with-grains diet, oats tip the scales heavily towards a drop in pH, i.e., more acidic.

The more acidic your diet, the more likely it is you develop osteoporosis and other bone diseases, oxalate kidney stones, and possibly other diseases.

Here’s one reference for this effect.

Auf Autobatterien wird vor der enthaltenen Batteriesäure gewarnt und zu Schutzbrille und Schutzkleidung beim Umgang gewarnt. Die Schwefelsäure kann selbst in Verdünnung bei Augenkontakt zur Erblindung führen. Außerdem wird die Schwefelsäure auch in der Erdölraffinerie verwendet. Sie ist auch ein Bestandteil der lebensfeindlichen Atmosphäre unseres Schwesterplanenten Venus.

Was hat das aber mit Hafer zu tun? Diesem ach so harmlosen Lebensmittel, das sich als zartes Flöckchen schon in den Babybreiteller schmeichelt? Ist doch so gesund in deinem kernigen Frühstücksmuesli! Oder?

Hafer ist die potenteste Quelle für Schwefelsäure in unserem Körper!

Und warum ist das wichtig?

Im Übergang von Menschen aus Netto-alkalischen Jäger-Sammler-Kost auf die moderne Körnerkost, war wohl der Hafer Zünglein an der Waage zu einem Übergang  zu einer Netto-sauren Kost, was zu einem starken Rückgang des pH-Werts führte, d.h. wir sind konstant übersäuert.
Je säurehaltiger/säureerzeugend die Ernährung ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich Osteoporose und andere Knochenerkrankungen, Oxalat-Nierensteine​​ und möglicherweise auch noch andere Krankheiten entwickeln.

Referenz: http://jn.nutrition.org/content/133/3/862S.long

Über tierisches und pflanzliches Protein, Kalzium und Knochendichte

…schreibt heute Health Correlator  Ned Kock in seinem Blog:

Does protein leach calcium from the bones? Yes, but only if it is plant protein

Er stellt Untersuchungen vor, wonach bei Menschen zwischen 55 und 92 Jahren die Knochendichte bei einem hohen Konsum von tierischem Eiweiß über den Zeitraum von 4 Jahren leicht ansteigt oder zumindest gleich bleibt, bei einem hohen Konsum an pflanzlichem Protein jedoch deutlich absinkt.

Unerheblich war dabei die aufgenommene Menge an Kalzium, für die sich keinerlei Effekt nachweisen ließ.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass pflanzliches Protein ein Kalzium-Räuber ist und negativ auf die Knochendichte älterer Menschen einwirkt.

Leider wurde die Untersuchung nicht dahingehend aufgeschlüsselt, wie viel Obst und Gemüse die Probanden verzehrt haben. Daher lässt sich nur vermuten, dass ein Großteil des pflanzlichen Proteins aus Weizen-Gluten bestanden hat, wie es für die SAD (Standard American Diet) typisch ist.

PaNu: Dr. Harris über Kohlenhydrate

Gestern flatterte mir dieser Post in meinen Google-Reader:

http://www.paleonu.com/panu-weblog/2011/2/5/no-such-thing-as-a-macronutrient-part-ii-carbohydrates-revis.html

Darin erklärt Kurt G. Harris MD, welche pflanzlichen Nahrungsmittel in welcher Reihenfolge für den menschlichen Stoffwechsel nützlich oder doch weniger belastend sind.

Das ist in absteigender Reihenfolge:

*Stärkehaltige unterirdische Knollen wie: Yams, Süßkartoffeln, Kassava, Kartoffeln und andere Wurzelgemüse

*Grünes Gemüse

*glutenfreie Getreide/Sämereien wie: weißer Reis, aber nicht als Grundnahrungsmittel

*Hülsenfrüchte (außer Soja)

*Früchte (wegen hohem Fruktosegehalt)

*glutenhaltige Getreide

In seinem Blogpost erklärt er auch die Gründe dafür… u.a. ob und wie die Darmflora des Dünndarms darauf reagiert (was besonders bei Vorerkrankungen sehr wichtig ist).

U.a. warnt er vor größeren Mengen an Fruktose in der Nahrung, da sie die Leber sehr belastet. Fruktose kann dann am besten verstoffwechselt werden, wenn sie 1:1 mit Glukose aufgenommen wird.

Bei einem Wunsch, den Verzehr an kohlenhydratreichen Lebensmitteln (aus welchen Gründen auch immer) zu erhöhen,  wäre also der Verzehr von Kartoffeln und anderem Wurzelgemüse dem von Trockenobst (hoher Fruktosegehalte) deutlich vorzuziehen.

Als Info noch das:

Ein Überblick über wichtige Knollenarten

http://www.kartoffel-geschichte.de/Dritte_Furche/Andere_Knollen/andere_knollen.html

Es ist angebracht, die Unterschiede der wichtigsten Knollenfrüchte zu erläutern, da vielfach Kartoffeln mit Süßkartoffeln und diese wiederum mit Yams oder Topinambur oder Maniok verwechselt werden

Topinambur – Maniok – Bitterer Maniok – Yams – Papyrus – Batate – Taro – Ullucus tuberosus C. – Knollige Kapuzinerkresse – Oxalis tuberosa M.


Hierzu passt auch der heute Post:

http://www.paleonu.com/panu-weblog/2011/2/6/thoughts-on-ketosis-i.html

Zusammenfassung:

Er erzählt von seiner Erfahrung, dass er bei hoher körperlicher Belastung in einem Bereich von 40 – 50 g KH /Tag ungewollt an Gewicht verliert und bei ca. 100g Stärke pro Tag wieder in seinen Normalgewichtsbereich kommt. Auch beim Sport ist unter diesem zusätzlichen Stärkekonsum (Reis/zuckerfreie Reisprodukte, Süßkartoffeln) und etwas Zucker und Laktose ein leichter niedriger Blutdruck nach dem Workout weggefallen. Ansonsten ging es ihm auch in leichter Ketose beim Sport (Laufen und Gewichtheben) gut.

Er schließt daraus, dass (gute Gesamtgesundheit vorausgesetzt) Menschen auch im Bereich von 100 – 150 g Stärkekonsum pro Tag ihr Gewicht in ihrem persönlich optimalen Setpoint halten können und dabei vielleicht sogar leistungsfähiger sind als in leichter bis tiefer Ketose.

Meine Anmerkungen:

Das gilt aber wahrscheinlich nicht für Menschen, deren Metabolismus (durch vorherigen hohen KH-Konsum) gestört ist. Insulinresistenz und Diabetes verstehen da wohl wenig Spaß… Auch alte Menschen mit Alzheimer und Parkinson profitieren von einer dauerhaften Ketose.

Ein (vielleicht) passender Info-Schnipsel kam gestern im Fernsehen, als über die Vorteile von Funktionskleidung im Vergleich zu konventioneller Wollkleidung bei Sport in der Kälte berichtet wurde: Eskimos in ihrer traditionellen Fellkleidung vermeiden Anstrengungen, die sie zum Schwitzen bringen könnten und bewegen sich deshalb meist moderat, da verschwitzte Kleidung zu Auskühlung führen könnte.
Ist das vielleicht auch so, weil sie in tiefer Ketose nur schwer Spitzenleistungen erbringen könnten? Wer weiß…

Krank durch Milch und Weizen: Opiate in Kasein und Gluten: Zusammenhang zu Autismus vermutet

Eine milch- und weizenfreie Ernährung ist für uns kaum vorstellbar. Doch das Milcheiweiß Kasein und das Weizeneiweiß Gluten erweisen sich oft als Krankheitsauslöser.

Milch und Weizen gelten als Grundnahrungsmittel. Zugleich stehen sie auf der Liste der Nahrungsmittelunverträglichkeiten ganz oben. Und nicht nur das – sie enthalten auch morphinähnliche Stoffe, so genannte Exorphine, die eine körperliche Abhängigkeit bedingen können, mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Aber ist Milch nicht der gesunde Kalziumlieferant aus der Werbung? Ist nicht Weizen die Stütze unseres Speiseplans?

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Krank durch Milch und Weizen: Opiate in Kasein und Gluten: Zusammenhang zu Autismus vermutet http://allergien.suite101.de/article.cfm/krank-durch-milch-und-weizen#ixzz1CAMe00BY

Milchprodukte und ihr Einfluss auf die Insulinausschüttung

Mark Sissons schreibt in seinem heutigen Post in Marks Daily Apple über:

Dairy and Its Effect on Insulin Secretion (and What It Means for Your Waistline)

http://www.marksdailyapple.com/dairy-insulin/

Er führt in seinem Post u.a. verschiedene Studien auf, in denen gezeigt wird, dass sowohl Vollmilch und Magermilch als auch Whey/Milcheiweißpulver eine mindestens so starke Insulinausschüttung verursachen wie Weißbrot. Das ist nicht durch den Milchzuckergehalt zu erklären, der isoliert keine besonders hohe Insulinausschüttung verursacht.

Das ist im Grunde verständlich, weil Milch von der Natur dafür vorgesehen ist, in Weidetieren das Wachstum der Jungtiere anzuregen. Das Insulin hilft dabei mit, aus jedem Tropfen das Maximum an Energie und Bausteinen für den Aufbau von Knochen, Muskeln und Fettgewebe herauszuholen.

Diese Wirkung ist jedoch katastrophal für den modernen Durchschnittschlaffi mit metabolischem Syndrom… Was da wächst, ist vorrangig der Umfang der Gürtellinie.

Andererseits nutzen Sportler diese Wirkung für den Muskelaufbau, in dem sie Whey-Eiweißshakes zu sich nehmen. Der Sportler wirkt der möglichen Insulinresistenz jedoch durch seine erhöhte Aktivität entgegen.

Nur geringen Einfluss auf die Insulinausschüttung haben jedoch Butter, Sahne und fetter Käse, besonders wenn sie aus Milch von Weiderindern stammen. Für Menschen, die keine Allergieprobleme haben, sind dies wertvolle Lebensmittel, genau wie vollfette milchsaure Produkte. So kann unter Abwägung der persönlichen Voraussetzungen der hohe Gehalt an gesunden Fettsäuren und Vitaminen sich durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken – mal ganz abgesehen vom Genuss…

Hilft Salz gegen Haarausfall, Bluthochdruck, Wadenkrämpfe und Insulinresistenz?

Mal wieder ein spannender Post von Dany Roddy in seinem Blog:

http://www.carnivorehealth.com/main/2011/1/10/time-to-rethink-salt-restriction.html

Ist es an der Zeit, die Restriktion der Salzaufnahme zu überdenken?

Gerade im Zusammenhang mit Bluthochdruck wurde früher oft eine Reduktion der Salzaufnahme empfohlen, gegen Wadenkrämpfe nur Magnesium verordnet und Insulinresistenz als faule Ausrede von verfressenen Dicken gewertet. Und Haarausfall galt als hinzunehmendes Schicksal.

Wäre es nicht genial, wenn  ein Löffelchen grobes Meersalz sich als Heilmittel erweisen würde?

Ach du arme Pharma- und Krankheitsindustrie!