PaNu: Dr. Harris über Kohlenhydrate

Gestern flatterte mir dieser Post in meinen Google-Reader:

http://www.paleonu.com/panu-weblog/2011/2/5/no-such-thing-as-a-macronutrient-part-ii-carbohydrates-revis.html

Darin erklärt Kurt G. Harris MD, welche pflanzlichen Nahrungsmittel in welcher Reihenfolge für den menschlichen Stoffwechsel nützlich oder doch weniger belastend sind.

Das ist in absteigender Reihenfolge:

*Stärkehaltige unterirdische Knollen wie: Yams, Süßkartoffeln, Kassava, Kartoffeln und andere Wurzelgemüse

*Grünes Gemüse

*glutenfreie Getreide/Sämereien wie: weißer Reis, aber nicht als Grundnahrungsmittel

*Hülsenfrüchte (außer Soja)

*Früchte (wegen hohem Fruktosegehalt)

*glutenhaltige Getreide

In seinem Blogpost erklärt er auch die Gründe dafür… u.a. ob und wie die Darmflora des Dünndarms darauf reagiert (was besonders bei Vorerkrankungen sehr wichtig ist).

U.a. warnt er vor größeren Mengen an Fruktose in der Nahrung, da sie die Leber sehr belastet. Fruktose kann dann am besten verstoffwechselt werden, wenn sie 1:1 mit Glukose aufgenommen wird.

Bei einem Wunsch, den Verzehr an kohlenhydratreichen Lebensmitteln (aus welchen Gründen auch immer) zu erhöhen,  wäre also der Verzehr von Kartoffeln und anderem Wurzelgemüse dem von Trockenobst (hoher Fruktosegehalte) deutlich vorzuziehen.

Als Info noch das:

Ein Überblick über wichtige Knollenarten

http://www.kartoffel-geschichte.de/Dritte_Furche/Andere_Knollen/andere_knollen.html

Es ist angebracht, die Unterschiede der wichtigsten Knollenfrüchte zu erläutern, da vielfach Kartoffeln mit Süßkartoffeln und diese wiederum mit Yams oder Topinambur oder Maniok verwechselt werden

Topinambur – Maniok – Bitterer Maniok – Yams – Papyrus – Batate – Taro – Ullucus tuberosus C. – Knollige Kapuzinerkresse – Oxalis tuberosa M.


Hierzu passt auch der heute Post:

http://www.paleonu.com/panu-weblog/2011/2/6/thoughts-on-ketosis-i.html

Zusammenfassung:

Er erzählt von seiner Erfahrung, dass er bei hoher körperlicher Belastung in einem Bereich von 40 – 50 g KH /Tag ungewollt an Gewicht verliert und bei ca. 100g Stärke pro Tag wieder in seinen Normalgewichtsbereich kommt. Auch beim Sport ist unter diesem zusätzlichen Stärkekonsum (Reis/zuckerfreie Reisprodukte, Süßkartoffeln) und etwas Zucker und Laktose ein leichter niedriger Blutdruck nach dem Workout weggefallen. Ansonsten ging es ihm auch in leichter Ketose beim Sport (Laufen und Gewichtheben) gut.

Er schließt daraus, dass (gute Gesamtgesundheit vorausgesetzt) Menschen auch im Bereich von 100 – 150 g Stärkekonsum pro Tag ihr Gewicht in ihrem persönlich optimalen Setpoint halten können und dabei vielleicht sogar leistungsfähiger sind als in leichter bis tiefer Ketose.

Meine Anmerkungen:

Das gilt aber wahrscheinlich nicht für Menschen, deren Metabolismus (durch vorherigen hohen KH-Konsum) gestört ist. Insulinresistenz und Diabetes verstehen da wohl wenig Spaß… Auch alte Menschen mit Alzheimer und Parkinson profitieren von einer dauerhaften Ketose.

Ein (vielleicht) passender Info-Schnipsel kam gestern im Fernsehen, als über die Vorteile von Funktionskleidung im Vergleich zu konventioneller Wollkleidung bei Sport in der Kälte berichtet wurde: Eskimos in ihrer traditionellen Fellkleidung vermeiden Anstrengungen, die sie zum Schwitzen bringen könnten und bewegen sich deshalb meist moderat, da verschwitzte Kleidung zu Auskühlung führen könnte.
Ist das vielleicht auch so, weil sie in tiefer Ketose nur schwer Spitzenleistungen erbringen könnten? Wer weiß…

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2 Antworten zu “PaNu: Dr. Harris über Kohlenhydrate

  1. Danke für die Knollenkunde. Süßkartoffel ist klar besser als Trockenobst. Kartoffel mochte ich noch nie. Zu fad. Übrigens: Rote Beete und Möhren haben auch recht viel Zucker. Ich nutze die gerne für Zucker-Versorgung. Möhren in Kokosöl gedünstet oder Thunfisch-Salat mit roher Rote Beete – lecker.

  2. Gegen Möhren und rote Beete hat mein Bauch irgendwie was. Rote Paprika ist für mich verträglich… moderne Kohlrabizüchtungen sind mir schon viel zu süß. Warum machen die das?

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