Die Endlösung für Ameisenprobleme im Garten: Canderel!

Aspartam

Image via Wikipedia

Eine Kommentatorin bei Mark Sissons Beitrag über künstliche Süßstoffe und ihre Wirkung auf die Insulinausschüttung bei Menschen gab folgenden Tipp:

did you know that if you leave Equal in piles near where ants are invading your house, they will carry it back to their nests and kill off the whole colony… food for thought!

HeidiAnne wrote on February 3rd, 2011

„Wusstest du schon, dass wenn du ein Häufchen Canderel an einem Ameisenpfad (zur Invasion deines Hauses) hinterlässt, tragen die Ameisen es in ihr Nest und bringen so die ganze Kolonie um… darüber sollte man mal nachdenken!“

Tja… scheint eine brisante Mischung zu sein, das Equal/Canderel/Nutrasweet.

http://en.wikipedia.org/wiki/Equal_(sweetener)

Equal is a brand of artificial sweetener containing aspartamedextrose and maltodextrin. It is marketed as a tabletop sweetener by Merisant, a global corporation which also owns the well-known NutraSweet brand and which has headquarters in Chicago, IllinoisSwitzerlandMexico, and Australia. InFrench Canada, Equal is known as „Égal“.

http://en.wikipedia.org/wiki/Canderel

Canderel is a brand of artificial sweetener made mainly from aspartame.

„Canderel granular“ ingredients: maltodextrin, aspartame, acesulfame potassiumflavouring.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aspartam

Hmm… auf welche Weise bringt es nun die armen Ameisen um?

Da Aspartam ein Dipeptid ist, wird es – wie auch Proteine – von Peptidase-Enzymen, die Proteine und Peptide spalten können, in die natürlich vorkommenden, proteinogenen Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure zerlegt. Dabei entstehen neben 50 % Phenylalanin und 40 % Asparaginsäure auch 10 % Methanol. Sowohl Methanol als auch dessen Oxidationsprodukt Formaldehyd sind giftig. Im Gegensatz zu in alkoholischen Getränken enthaltenem Methanol wird dessen Abbau aber nicht durch Ethanol kompetitiv gehemmt.

Ob sie am Methanol oder am Formaldehyd sterben? Keine Ahnung…

Gesundheitsfragen [Bearbeiten]

Aspartam darf von Menschen mit der angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie nicht eingenommen werden. Dies betrifft etwa eine von 8000 Personen.[16] Daher müssen Produkte, die Aspartam enthalten, in der EU mit dem Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“ oder „mit Phenylalanin“ gekennzeichnet sein.[17] Neugeborene werden heute auf Phenylketonurie routinemäßig getestet, damit schwerste Gehirnschäden verhindert werden. Jede eiweißhaltige Ernährung (insbesondere auch Milch, einschließlich Muttermilch) kann Menschen mit Phenylketonurie schädigen.
Die FDA wertete eine große Anzahl toxikologischer und klinischer Studien zu Aspartam aus und erklärte 1981 den Gebrauch für sicher, sofern eine Tagesdosis von 50 mg/kg Körpergewicht nicht überschritten wird. Der EU-Grenzwert wurde auf 40 mg/kg Körpergewicht/Tag festgesetzt. Praktisch bedeuten 40 mg/kg Körpergewicht für einen 70 kg schweren Menschen etwa 266 Süßstofftabletten, oder 26,6 Liter Cola light, die an einem Tag eingenommen werden müssten.
Über mögliche weitere Gesundheitsgefahren bei der Verwendung von Aspartam gibt es kontroverse Meinungen:
Eine im Jahr 1986 von Anthony Kulczycki Jr. durchgeführte Doppelblindstudie zeigte an Frauen bei Dosen ab 3–4 mg/kg (bei 70 kg Körpergewicht 210–280 mg), d. h. Dosen weit unter der von der EU erlaubten Tagesdosis von 40 mg/kg (2800 mg/Tag für 70 kg Körpergewicht), Symptome wie Nesselsucht, Dermatitis und andere allergische Reaktionen. Kulczycki gab den Testpersonen Diätgetränke und berichtete schon nach ein bis zwei Stunden über die geschilderten Symptome. Er postulierte die Bildung von Amiden aus endogenen Proteinen und Aspartam sowie ein Abbau zu Diketo-Piperazinderivaten als Ursache.[18][6] Andere Untersuchungen mit Personen, die an Nesselsucht litten oder glaubten, empfindlich auf Aspartam zu reagieren, konnten die Ergebnisse von Kulczycki jedoch nicht bestätigen.[19]
In einer von Schiffman et al.[20] 1987 veröffentlichten doppelblinden Cross-Over-Studie mit 30 mg Aspartam pro Kilogramm Körpergewicht oder einem Placebo mit 40 Personen klagten die Patienten nach dem Konsum aspartamhaltiger Produkte wiederholt über Kopfschmerzen. Die Inzidenzrate von Kopfschmerzen (35 %) nach der Aspartameinnahme unterschied sich nicht bedeutend von der Rate nach Placeboeinnahme (45 %) (P < 0,50). Keine ernsten Reaktionen wurden beobachtet, und die Inzidenz anderer Symptome als Kopfschmerzen nach Einnahme von Aspartam und Placebo war gleich. Bei vitalen Körperfunktionen, Blutdruck oder Kortison-, Insulin-, Glucagon-, Histamin-, Adrenalin- oder Noradrenalinkonzentrationen im Plasma wurden keine behandlungsbezogenen Auswirkungen beobachtet. Die meisten Personen waren gebildete Menschen mit Übergewicht und hatten eine persönliche Krankengeschichte oder Familiengeschichte mit allergischen Reaktionen. Personen mit Kopfschmerzen hatten kurz vor Ausbruch der Kopfschmerzen niedrigere Noradrenalin- (P < 0,0002) und Adrenalinkonzentrationen (P < 0,02) im Plasma. Die Studie kommt damit zu dem Schluss, dass Aspartam bei dieser Population nicht wahrscheinlicher zu Kopfschmerzen führt als Placebo.
Mehrere Doppelblindstudien aus den Jahren 1986 bis 1988 zeigten eine individuell unterschiedliche Reaktion von Menschen auf Aspartam; eine vorhandene Migräne erhöhte die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Kopfschmerzen nach Aspartam merklich.[21][22][23]
In einer von Walton et al.[24] 1993 durchgeführten Doppelblind-Studie wurde ein Zusammenhang zwischen dem Verbrauch von Aspartam und Befindlichkeitsstörungen, insbesondere bei depressiven Personen, konstatiert. Danach träten bereits bei einer Gabe von 30 mg pro kg Körpergewicht signifikant häufiger Kopfschmerzen auf.
Der wissenschaftliche Ausschuss für Lebensmittel der Europäischen Kommission kam nach der Auswertung des wissenschaftlichen Materials im Juni 1997 zu dem Schluss, dass das vorliegende Material einen behaupteten Anstieg der Hirntumorrate nicht belege.[25] Diese Meinung teilte auch Prof. Dr. med. Trefs von der Universität Tübingen. Der Toxikologe Fritz Schweinsberg vom Hygiene-Institut der Universität Tübingen wiederum hat der Meinung der Studie von John W. Olney et al.[26], Aspartam könne einen Beitrag zur Krebsentstehung leisten oder sogar selbst krebsauslösend wirken, zugestimmt. Trefs wie Schweinsberg waren Mitglieder des wissenschaftlichen Ausschusses.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung konnte im Jahr 2003 keinen Zusammenhang zwischen den durch Stoffwechsel aus Aspartam entstehenden Stoffen Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol mit unerwünschten Wirkungen wie Kopfschmerzen, Allergien, neuroendokrinen Veränderungen, Epilepsie oder Hirntumoren bestätigen.[8]
Im Juli 2005 veröffentlichte die in Bologna beheimatete Fondazione Europea di oncologia e scienze ambientali „Bernardino Ramazzini“ (Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltforschung „Bernardo Ramazzini“) die Ergebnisse einer Studie mit Mäusen, die offenbar einen direkten Zusammenhang zwischen der Einnahme des Süßstoffs und der Erkrankung an Krebs belegen.[27] Die US-amerikanische FDA kam im April 2007 auf Basis der von der ERF zur Verfügung gestellten Versuchsdaten zum Ergebnis, dass diese Studie nicht bestätigt werden kann. Es wurde bemängelt, dass nicht die gesamten Daten zur Verfügung gestellt wurden, und stellte seinerseits fest, dass aufgrund der vielen Studien, welche die Sicherheit von Aspartam bestätigen, kein Grund erkennbar ist, von der bisherigen Linie abzuweichen.[28]
Im April 2006 veröffentlichte das US National Cancer Institute eine aktuelle Studie mit dem Ergebnis: „Die Hypothese, Leukämie oder Hirntumorfördernde Wirkung des Aspartams wird nicht bestätigt“.[29]
Bezüglich der Auswirkungen auf Hungergefühl und Insulinausschüttung siehe den Artikel Süßstoff.

Oha… kein Wunder, dass ich so gar keinen Appetit auf das Zeug habe…

Würdest du das süße Gift als Lösung für dein Ameisenproblem einsetzen? Oder tust du dir das gar ins Essen?

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12 Antworten zu “Die Endlösung für Ameisenprobleme im Garten: Canderel!

  1. Ich hab tatsächlich noch 2 so seltsame Töpfe/Behälter/Gläser im Schrank stehen. Bestimmt schon 1 oder 2 Jahre. Ich pack sie jetzt in die Tonne, benutzt hab ich das Zeug auch nur 1x. Ich hab mich auch (aber wie immer nur kurz) gefragt, was da so drin sein kann. Wech damit!

  2. Guter Entschluss! Magst du das deinen Ameisen auch nicht antun?

  3. Im Haus haben wir keine Ameisen, dafür im Garten riesige Dinger in mehreren Kolonien, die auch von den Kindern gefüttert werden. Ich bin sehr großer Tierfreund, das geh ja gar nicht. Möchte gar nicht wissen, was sich da in meinem Körper abspielt, wenn ich dem solche Chemie zumute.

  4. Ich habe das mit den Ameisen versucht. Leider fühlen sie sich weiterhin wohl, sind aber schlanker geworden und laufen sogar schneller.
    Die Dosis war wohl nicht hoch genug. Werde ihnen nun mal Tomatensaft geben. Der enthält noch mehr Methanol. Das ist dann wie Turbo-Ameisenvernichter.
    Werde nach der Ameisensaison darüber berichten, damit ihr die sensationellen Ergebnisse weiter verbreiten könnt.
    P.S. Habe einer vertrauenswürdigen Quelle aus dem Internet entnommen, dass es auch Ameisen gibt, die unter Phenylketonurie leiden. Konnte aber in meinem Haufen leider nicht feststellen welche.

    • Ja bitte, halte mich auf dem Laufenden mit deinen Turboameisen! Vielleicht bleibe ich dann zum Ameisenvergiften doch besser beim Spülmittel… das wirkt ziemlich gut.

  5. Ich schreibe nur inkognito: Backpulver geht auch…..

  6. Endlich mal eine figurfreundliche Anwendung für Backpulver…

  7. liebe kiki lula,

    lass doch die armen armeisen.

    besser ganz paleo. mach eine leckere speise draus. roesten oder roh. Es richt etwas nach ameisensaeure.

    Beim Waschbaerversand gibt es auch andere ameisen loesungen. Mit sound.
    Die AmeisenEier sind besonders nahhaft.

  8. Lieber nicht, ich bin auf Ameisensäure ziemlich allergisch…

    Hast du die Eier schon gekostet?

    (so bierernst sollte man diesen Ameisen-Post bitte nicht nehmen)

  9. ja habe ich schon. sind etwas tricky zu. bekommen.

    Bierernst, neues wort?! Ich finde tiere ob klein oder gross sollten nicht einfach getötet werden. Und das liest sich ja wie ein Aufruf zum Tiermassenmord.

    Vieleicht gibt es ja eine Homöopathise essens aus ameisensaeure. ES kommt immer auf die dosis and.

    • Bierernst meint hier „etwas ironisch“: es ist eine Substanz als Nahrungsmittel zugelassen, die Ameisen massenhaft umbringt. Das sollte uns wohl davon abhalten, diese Substanz zu verzehren…

  10. kiki lula
    ich meinte ameisen saeure? Gifte haben oft eine Heilwirkung. Es kommt auf das wie wird es eingenommen? Wann? Unter welchen Umstaenden? Und ganz wichtig in welcher Dosis!!

    Bierernst ist ein interesanntes wort. Ich fast nie Alkohol getrunken.Alles Gute

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